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William D. Zimdin
Zimdins erste große internationale Geschäfte fanden 1920 statt und betrafen den Handelsaustausch zwischen den USA und der Sowjetunion. 1920 erwarb er das Palais Blücher am Pariser Platz in Berlin, das er wenige Jahre später mit großem Gewinn der amerikanischen Regierung zu Zwecken der Einrichtung ihrer Botschaft weiter verkaufte. Zimdin unternahm auch größere Imoobilieninverstitionen im Bereich des österreichischen Kurortes Semmering. Er war 1930 bis 1938 der Besitzer des Hotel Panhans am Semmering, das er durch kluge Investitionen wieder in die Gewinnzone brachte. Auch das 1945 zerstörte Grandhotel auf der Passhöhe stand in seinem Eigentum. Zimdin wurde damals als „Retter des Semmering“ gefeiert. Zimdin ließ sich in Dubrovnik die orientalisierende Villa Sheherezade errichten, die mit ihrer blauen Kuppel zu einem der Wahrzeichen der Stadt geworden ist. Nach 1938 konzentrierte der Millionär, der wegen seiner jüdischen Herkunft seine Unternehmungen im Einflussgebiet des NS-Systems einstellen musste, seine Aktivitäten auf die USA. 1945 begann er in großem Stil Hilfspakete an Freunde und eheemalige Angestellte nach Europa zu schicken. Er errichtete 1948, drei Jahre vor seinem Tod, eine bedeutende wohltätige Stiftung, die in der Folge von seinem Geschäftsparner Dezsö (Denis) Karczag geleitet und ausgebaut wurde. 1957 wurde sie in Direct Relief umbenannt. Direct Relief International mit Sitz in Santa Barbara, Kalifornien liefert heute Medikamente an über 5o Länder im Ausmaß von zuletzt jährlich über 200 Mio Dollar.